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Bessere Winterhärte durch richtiges Timing
Häufig wird in Teilen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Skandinaviens, und Osteuropas nach der Winterhärte der Bäume von Van den Berk Baumschule gefragt. Zahlreiche Lieferungen nach ganz Europa belegen, dass die Bäume der Baumschule Van den Berk keine Probleme in kälteren Regionen haben. Unsere Bäume überstehen bereits in der Baumschule regelmäßig Tiefsttemperaturen, die zwischen -15 und -20 °C liegen (Quelle: Holländisches Wetterinstitut KNMI). Wir sprechen für weitere Informationen über die Winterhärte von Bäumen
mit Herrn Claus Heuvemann von Van den Berk Baumschule.
Wodurch wird die Winterhärte beeinflusst?
“Zunächst einmal ist die genetische Veranlagung der Bäume für deren Winterhärte verantwortlich. Bäume, die ihre natürliche Verbreitung in sehr milden Klimazonen der Erde haben, sind in der Regel nicht so frosthart wie Bäume aus sehr kalten Regionen. Ein weiterer Faktor ist die individuelle Abhärtung des einzelnen Baums. Jeder Baum baut im Herbst seine Kälteresistenz neu auf. Für eine optimale Abhärtung sollte der Baum einige Nächte Temperaturen unter 5 °C ausgesetzt werden. Außerdem sollten die Bäume danach nicht zu früh in eine Region verpflanzt werden, in der es bereits wesentlich kälter ist wie beispielsweise in sehr hoch gelegenen Gebieten.“ |
Wie kann man Bäume vor Frostschaden schützen?
“Es ist wichtig, die Ursache des Frostschadens zu kennen. So kann es nach sehr lang anhaltendem und strengem Frost zu Trockenschäden kommen, die reinen Erfrierungen sehr ähnlich sehen. Insbesondere das Zusammenwirken von Frost mit austrocknendem Wind und intensiver Wintersonne stellen eine enorme Gefahr dar. Gerade immergrüne Bäume können aus dem gefrorenen Boden keine Feuchtigkeit ziehen und vertrocknen dann bei starker Sonneneinstrahlung und Wind. Solche Bäume profitieren von einer Schattierung in den ersten Wintern. Gleiches gilt für die Stämme frisch gepflanzter Bäume. Durch eine um den Stamm gewickelte Schilfmatte sollten die jungen Bäume so vor der Sonne geschützt werden.”
Weitere Informationen über die Winterhärte
Informationen über die Winterhärte von speziellen Pflanzenarten und -sorten aus dem umfangreichen Sortiment von Van den Berk Baumschule finden Sie in dem Buch
“Van den Berk über Bäume”, in dem für jede Pflanze die dazugehörige USDA-Klimazone angegeben ist.
Durch die Einteilung von Pflanzen in Klimazonen wird die Widerstandskraft von bestimmten Pflanzenarten und -sorten hinsichtlich der durchschnittlichen Mindesttemperatur angegeben.
Natürlich können Sie sich auch jederzeit von Van den Berk Baumschule beraten lassen.
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Wird die Winterhärte von den Temperaturen des vergangenen Winters bestimmt?
“Dies ist sicherlich nicht der Fall. Die Bäume verfügen über kein „Temperatur-Gedächtnis“. Im Frühjahr nimmt die Winterhärte mit der Lufterwärmung bei allen Pflanzen sehr schnell wieder ab. Bereits wenige Tage mit Temperaturen über 15 °C können die Frosthärte deutlich herabsetzen. Insbesondere in Föhnlagen oder bei extremen Kaltlufteinbrüchen nach einem warmen Vorfrühling kann es hier zu Spätfrostschäden an Pflanzen kommen.Das heißt, dass bei der Bewertung der Frosthärte neben der absoluten Tiefsttemperatur also auch der Zeitpunkt wichtig ist, an dem der Frost auf die Pflanze einwirkt und in welchem Stadium der Abhärtung sie sich befindet.“
Wann kann es dennoch zu Frostschäden nach dem Verpflanzen kommen?
“Schäden können immer dann auftreten, wenn Pflanzen zu früh, also im noch nicht ausgereiften Stadium, oder wenn sie bereits enthärtet sind, an ihren Standort verpflanzt werden. Der richtige Lieferzeitpunkt und die Behandlung vor Ort (kühle Lagerung) sind also sehr wichtig. In Regionen mit starken Temperaturschwankungen wie etwa in Föhntälern ist dies von besonderer Bedeutung, jedoch ist dies wiederum je nach Baum unterschiedlich.Teilweise haben sich auch einzelne Sorten, die an sich winterharte Arten sind, als frostempfindlich erwiesen. Wenn sie früh austreiben, führt dies häufig zu Schäden. Dies ist unabhängig von der liefernden Baumschule und ist in der genetischen Veranlagung der Pflanze fixiert. In anderen Regionen können diese Pflanzen jedoch problemlos verwendet werden.” |